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KOSTENLOSE SEMINARE? NICHT DEIN ERNST!

Hast du wirklich gedacht, du bekommst was umsonst? Damit bist du nicht alleine. Studierende sind leichte Opfer für Finanzvertriebe wie MLP, die sich Zukunftsängste, eine unsichere staatliche Rente und den deutschen Steuer- und Versicherungsdschungel zu Nutze machen. Angelockt durch „kostenlose“ Seminare, Workshops und Onlinekurse zu den Themen Excel, Steuererklärung, Stipendien geraten viele Studierende in den Sog umtriebiger Finanzdienstleister wie MLP.

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Wegbegleiter mit Interesse an hoher Rendite

Junge Menschen sind die perfekte Klientel für MLP: Angehende Akademikerinnen werden im Schnitt mehr Geld verdienen als andere Berufseinsteiger. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass sich MLP besonders auf “vielversprechende” Studiengänge konzentriert, wie Jura, Medizin oder Ingenieurswesen. Studierende sind zudem jung und oftmals in Finanzfragen ungebildet. Bei Vermittlungsgesprächen mögen sie zudem unbedarfter sein und den Beratern einen Vertrauensvorschuss geben. Außerdem ermöglichen Vertragsabschlüsse mit Anfang-20-Jährigen sehr lange Vertragslaufzeiten und somit im besten Fall jahrzehntelange Provisionszahlungen an MLP. Es ist also nicht verwunderlich, dass Hochschulabsolventen eine Schlüsselrolle für das Wachstum zukommt.

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Das Vorgehen von MLP

MLP hat in allen großen Hochschulstandorten Deutschlands sogenannte Hochschulteams im Einsatz. Diese bestehen aus MLP-Beraterinnen und sind darauf spezialisiert, junge Akademiker zu gewinnen. Das geschieht durch eine Ansprache vor Ort auf dem Campus und online unter anderem über den laut Satzung gemeinnützigen Verein Hochschulinitiative Deutschland. Das Prinzip ist stets das gleiche: Studierenden werden als kostenfrei beworbene Workshops und Kurse angeboten, wie etwa Bewerbungstrainings, eine Einführung in das Datenverarbeitungsprogramm Excel, Gehaltsverhandlungen für Berufseinsteiger oder Rhetoriktrainings. Auch Protokolle für die Facharztprüfung oder das Staatsexamen Medizin werden von MLP “verliehen”. Wer an einem Kurs teilnimmt und mit einer Kontaktaufnahme einverstanden ist, kann sich unversehens in einem Verkaufsgespräch mit einer MLP-Beraterin wiederfinden.

*Update vom 14.02.2020: Der Verein Hochschulinitiative ist mittlerweile aufgelöst. Die Webseite Hochschulinitiative Deutschland bleibt jedoch bestehen und wird von einer GmbH weiterbetrieben.*

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Der Verein Hochschulinitiative e.V.

Laut Selbstbeschreibung wurde der Verein Hochschulinitiative e.V. mit dem Ziel gegründet, „Studenten in den großen Momenten der Studienzeit zu unterstützen und sie in Finanz- und Karrierefragen zu beraten. Der Vorsitzende des Vereins Hochschulinitiative Deutschland ist Sebastian Schulz. Dieser ist ebenso Geschäftsführer der Uniwunder GmbH, einer Firma, die automatisierte Marketingstrategien für den Studentenmarkt entwickelt. Partner des Vereins ist MLP. Der Zweck ist klar: Studierende zu Seminaren zu locken, die von Finanzberatern von MLP abgehalten werden, um so an die Daten und Kontakte von den Studierenden zu kommen.

*Update vom 14.02.2020: Der Verein Hochschulinitiative ist mittlerweile aufgelöst. Die Webseite Hochschulinitiative Deutschland bleibt jedoch bestehen und wird von einer GmbH weiterbetrieben.*

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Interessiert an fragwürdigen Beratungsgesprächen mit Versicherungsvertretern oder Finanzberatern, die in erster Linie auf ihre Provision aus sind? Dann melde dich zum Beispiel bei:

HANS-PETER
Versicherungsvertreter

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Erfahrungsberichte

Torsten Sievers (Name geändert), Darmstadt

„Ich selbst wurde im Jahr 2005 als Physikstudent in Darmstadt von Vertrieblern von MLP mit dem Angebot eines kostenfreien Bewerbungstrainings und eines Assessmentcenter-Tests geködert. Ich sollte dafür im Gegenzug möglichst viele Namen meiner Kommilitonen benennen, was ich jedoch verweigerte mit der Ausrede, dass ich deren Adressen (noch) nicht kennen würde.“

„Der Höhepunkt war für mich im Jahr 2011 dann jedoch gekommen, als man versuchte mir Rentenversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen für meine künftigen Kinder zu verkaufen. Ich war damals noch nicht einmal verheiratet und Kinder waren erst recht noch nicht in Planung!“

„Im Nachhinein betrachtet hätte ich schon damals noch viel intensiver mein Umfeld über das Geschäftsgebaren von MLP aufklären sollen. Denn sie machen unerfahrene oder unkritische Leute tatsächlich zu Finanzmarktverlierern.“

Konstantin C., Dresden

„Mir war relativ bewusst, auf was man sich einlässt und so habe ich mit Freunden an dem Seminar teilgenommen. Viele wissen oft nicht, dass hinter dem "Hochschulteam" niemand steckt, der einem was schenken möchte.

Meine Erfahrung war, dass die Qualität des Kurses in meinem Fall nicht besonders gut war, später habe ich entsprechendes Wissen an der Hochschule gelernt und behaupte, dass der MLP Berater einiges falsch erklärt hat.“

Matthias P., Dresden

„Im Sommersemester 2004 meldete sich MLP bei mir und lud mich schriftlich zu einem Kennenlern-Termin ein. Ich wunderte mich, woher MLP meine Kontaktdaten kannte, denn man schrieb mich unter Verwendung meiner beiden Vornamen an, obwohl ich den zweiten Vornamen damals nicht verwendet habe. Ich nahm an dem Termin teil und las in einer Namensliste, dass MLP auch wusste, dass ich im 4. Semester Jura studiere.

Ich habe dann den Mitarbeiter gefragt, woher er meine Daten habe. Er behauptete, ich müsste von einem Kommilitonen empfohlen worden sein. Das ist aber ausgeschlossen, da diese meinen zweiten Vornamen nicht kannten und ihn wohl auch kaum bei einer derartigen Empfehlung verwendet hätten.“

Jochen Kern-Eimann, Ludwigshafen

„Ich habe berufsintegrierend von 1995 - 2000 an der Hochschule studiert und bei der feierlichen Übergabe der Diplomzeugnisse war MLP vor Ort und fotografierte die Studierenden bei der Übergabe der Zeugnisse. Es wurde uns Studierenden angeboten, falls wir uns auf einer Liste eintragen, unsere jeweiligen Bilder kostenlos übersandt zu bekommen.

Da meine Meinung von MLP und ähnlichen Strukturvertrieben schon damals nicht sehr hoch war, war für mich klar, dass MLP meine Adressdaten sicherlich nicht von mir erhalten wird. Umso erstaunter war ich, als ich feststellte, dass auf besagter Liste, die ein MLP-Mitarbeiter in Händen hielt, bereits meine persönlichen Daten incl. Geburtsdatum und Adresse vermerkt waren und ich lediglich ein Kreuz hätte setzen müssen, dass ich die Bilder übersandt haben möchte.“

Bist du auch Opfer von MLP geworden?
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Wir von der Bürgerbewegung Finanzwende interessieren uns für deine Geschichte. Berichte uns von deinen Erfahrungen.

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